Was sind Marketingziele?

Hinter jedem Geschäft steckt auch ein Marketinggedanke, um sich weiterzuentwickeln. Unternehmen erarbeiten Marketingstrategien, zum Erreichen Ihre Firmenziele. Um diese spezifisch zu definieren werden sogenannte Marketing Zieleausgegeben. Konkret soll ein angestrebter Sollzustand mittels strategischen und taktischen Maßnahmen erreicht werden. Hierbei ist es egal, ob es sich um kurze, mittelfristige oder auch langfristige Ziele handelt.

Die Erreichung von wirtschaftlichem Erfolg ist dabei unter anderem auch von den definierten Zielen abhängig. Des Weiteren helfen die Vorgaben den verschiedenen Unternehmensebenen Ihr Augenmerk auf ein gemeinsames Ziel in der Zukunft zu richten. Hierbei sind die Entscheider für den Erfolg gezwungen Ihre Tätigkeiten aufeinander abzustimmen. Marketing Zielesollten hierbei immer SMART formuliert sein.

Warum sollte ich Ziele im Marketing nach der SMART Methode prüfen?

Wie Sie es vielleicht aus dem eigenen Arbeitsalltag kennen, gibt es viele Bereiche in Firmen bei denen das Tägliche Arbeitsspektrum abgespult wird. Dies erfolgt meist ohne eine Prüfung, ob die aktuelle Tätigkeit für das Unternehmen effizient ist bzw. zum Erfolg der Firma effizient beiträgt.

Mit der SMART Methode wird dies hinterfragt. Ziele, welche noch vor Jahren realistisch waren, sind mittlerweile vielleicht überdimensioniert und nicht zu erreichen. Umgekehrt kann es auch der Fall sein, dass Tätigkeitsbereiche aufgrund eines Wachstums der Firma zu vorsichtige bzw. veraltete Marketing Ziele vereinbart haben.

Was ist die Definition der SMART Methode?

– Spezifisch (Formuliere deine Ziele exakt)
– Messbar (Formuliere deine Ziele so, dass Sie bei deiner abschließenden Prüfung messbar und nachvollziehbar sind)
– Ansprechend (Formuliere deine Ziele motivierend, so dass die Mitarbeiter gerne auf dieses Ziele hinarbeiten)
– Realistisch (Formuliere deine Ziele ambitioniert, aber nicht unrealistisch. Unrealistische Zielsetzungen führt zu Demotivation)
– Terminiert (Formuliere für die Ziele einen klaren Zeitrahmen. Ohne diese Angabe wird das Ziel zur Aufgabe auf unbestimmte Zeit)

Warum sind speziell Messbarkeit und genaue Definierung bei Zielen so wichtig?

Ein genau definiertes Ziel ist der erste Schritt zum Erfolg. Je genauer die Ziele bestimmt werden, umso mehr wird die Wahrscheinlichkeit erhöht diese auch zu erreichen. Hierbei ist darauf zu achten, dass die Vorgaben für alle Beteiligten klar Verständlich sind. Des Weiteren sollte darauf geachtet werden, dass Ziele für das Marketing in einem realistischen Zeitrahmen und unter der Betrachtung der zur Verfügung stehenden Ressourcen definiert werden.

Nach dem Erreichen eines Ziels bzw. dem Ablauf eines Zeitraumes muss es möglich sein Erfolg oder auch Misserfolg messen zu können. Speziell der Vorgesetzte hat Interesse daran, diese Information zu erhalten. Hier wird zwischen quantitativen und qualitativen Zielmessungen unterschieden. Im Gegensatz zum relativ leichten Nachvollziehen der Quantität, ist dies bei der Qualität schon schwerer. Umso wichtiger ist es das Ihr Ziel von Beginn an Messbar formuliert ist.

Welche verschiedene Arten von Marketing Zielen gibt es?

Die bisher genannten Parameter beschreiben die Grundlage der Ziele im Marketing, die eine gute Grundlage schaffen, aber längst keinen Erfolg garantieren. Im nächsten Schritt müssen die verschiedenen Hierarchien im Unternehmen auf einen gemeinsamen Nenner kommen. Je nach Höhe der Hierarchiestufen und der Menge an Managementebenen, kann dies ein schwieriges Unterfangen sein.

Wie man sich vorstellen kann, ist für die oberste Führungsriege in erster Linie wichtig die Umsatzzahlen zu erreichen und gegebenenfalls zu steigern. Die unteren Managementebenen haben dagegen abweichende Marketingziele. Beispiele hierfür sind die Stärkung der Kundenbindung oder auch bestimmte Produkte oder Dienstleistungen in den Fokus zu stellen.

Worin unterscheiden sich quantitative und qualitative Ziele?

Wie bereits angesprochen unterscheidet man Marketing Ziele in Quantität und Qualität. Für einen Geschäftsführer bzw. Firmeninhaber sind in erster Linie die quantitativen Ziele, auch ökonomische Ziele genannt wichtig. Steigerung von Umsatz, Gewinnmaximierung und Kosteneinsparung stehen für diese Gruppe im Vordergrund. in der Regel sind diese Marketingziele auch Beispiele, welche in der Praxis oft vorkommen. Hierbei wird in oberster Managementstufe ein Umsatzziel festgelegt, welches nach unten weitergegeben wird. Dies ist aufgrund der numerischen Basis auch leicht Messbar.

Ein Abteilungs- oder Teamleiter ist in der Regel eher darauf bedacht, wie das zuvor genannte Umsatzziel erreicht werden kann. Er setzt auf Imageverbesserung, Steigerung der Bekanntheit am Markt oder auch Kundenzufriedenheit. In diesem Fall sprechen wir von qualitativen Zielen, welche auch psychologische Ziele genannt werden. Diese Marketingziele sind Beispielefür einen eher schwer messbaren Bereich. Im Bereich der Bekanntheit am Markt, ist es jedoch durch Umfragen und Marktforschung durchaus möglich eine Steigerung festzustellen.

Weitere Unterscheidung in strategische und taktische (operative) Marketingziele

Marketing Ziele müssen im Vorfeld in strategische und operative Anteile unterteilt werden. Während sich der Firmenchef auf der strategischen Ebene befindet, sind die Vorgesetzten und Mitarbeiter in der Rolle der taktischen bzw. operativen Rolle. Um alle Aufgaben auf den gemeinsamen Erfolg auszurichten, ist es im Optimalfall so, dass obere Managementebenen von den darunter liegenden durch Ihren Marketing Ziele unterstützt werden. Diese Tatsache zeigt deutlich, dass ein Marketing Ziel auch Hierarchieübergreifend koordiniert werden muss.

Während sie in oberster Managementstufe die langfristigen Ziele, welche meist über ein oder mehrere Jahre geplant sind haben, sind es im strategischen und operativen Einsatzgebiet eher die Mittel- bis Kurzfristigen. In jedem Unternehmen sollten natürlich die langfristigen Marketing Ziele maßgeblich für operative und strategische Ziele sein. Trotzdem sollten diese auch mit vorhandenen Mitteln umsetzbar sein können. Bei einem optimalen Zusammenspiel der Ebenen kann dies zu maximalem Erfolg führen.

Beispiel für eine Unterstützung der untergeordneten Ebene für das Hauptziel

Zu Jahresbeginn wird bei der Versammlung das Ziel für das kommende Geschäftsjahr mittgeteilt. Ihre Firma strebt Wachstum an und als Ziel wird eine Umsatzsteigerung von 10% vorgegeben. Um dieses Ziel möglich zu machen erhöht die strategische Ebene das Werbebudget um 20%. Diese Maßnahme unterstütz das Hauptziel und beide Ziele harmonieren somit.

In welchem Bezug können Marketingziele zueinander stehen?

Wie man es sich vorstellen kann, ist nicht immer der Idealfall wie im Beispiel zuvor vorhanden. Die Realität sieht so aus, dass Marketing Ziele oft in verschiedenen Bezügen zueinanderstehen können. Neben der oben genannten Zielharmonie, was Ziele die einander Unterstützen beinhaltet, gibt es auch sogenannte Zielindifferenz. In diesem Fall sind Ziele unabhängig voneinander, was zumindest unter dem Aspekt, dass beide sich nicht behindern positiv ist. Ein Beispiel hierfür ist, die Preissenkung eines Produktes, während gleichzeitig Beschlossen wird, dass eine neue Marketing Abteilung gegründet werden soll.

Negative Zustände herrschen in Fällen von Zielkonflikten. Hierbei arbeiten 2 Ziele gegeneinander und machen die Umsetzung schwierig bis unmöglich. Marketingziele Beispiele hierfür sind, wenn im selben Zug Werbekosten gesenkt und Umsatzzahlen gesteigert werden sollen.

Ziele im Marketing, die sich von Beginn an gänzlich Aufheben nennt man antinomische Ziele. Ein passender Fall hierfür wäre, dass das Budget für Werbemaßnahmen erhöht werden soll und gleichzeitig angestrebt wird zukünftig keine Werbung mehr zu schalten.

Erfolge der Marketing Ziele messen durch Controlling

Nach der Formulierung der Marketing Ziele, liegt es am Controlling diese nach, aber vor allem auch während der Durchführung zu überwachen. Speziell durch die aktive Überwachung können sich eventuell ändernde Parameter noch während des Vorgangs korrigiert werden. Dies verhindert, dass ein Unternehmen am Ende einer Periode weit von der definierten Vorgabe abweicht.

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