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M-M Redaktion
25. Juni 2007
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Vertriebskanal Online holt auf
Über 15,3 Milliarden Euro haben deutsche Verbraucher im letzten Jahr für Waren und Dienstleistungen
ausgegeben, die sie direkt über das Internet gekauft haben. Eine über 18-prozentige Steigerung
gegenüber dem Vorjahr zeigt an, dass das Internet der Vertriebskanal mit der höchsten Wachstumsdynamik
ist. Sowohl die Zahl der "eShopper" steigt, als auch die Informationsbeschaffung über das Internet zur
Vorbereitung einer Kaufentscheidung nimmt zu. Unter der Nutzerschaft liegt der größte Zuwachs
vor allem bei Frauen und Senioren und nach und nach werden auch teurere Produkte gekauft.
Mehr als die Hälfte der Deutschen zwischen 14 und 69 Jahren kaufen mittlerweile im Internet ein.
Im Vergleich vom Vorjahr zum Jahr 2005 entspricht die Zunahme der Internet-Käufer einem Plus von
über 18 Prozent.
Während die Deutschen 2005 noch Waren für knapp 13 Milliarden Euro online
einkauften, erreichte das Volumen 2006 bereits mehr als 15,3 Milliarden Euro. Diese Entwicklung geht aus der
GfK-Studie "WebScope" hervor, welche seit sechs Jahren alle zwei Monate Käufe und Bestellungen von Waren
und Dienstleistungen im Internet misst.
Trend zu teureren Produkten
Der Umsatzanstieg des Internet-Absatzes hat der WebScope-Untersuchung zufolge mehrere Gründe: Sowohl die Zahl
der Käufe insgesamt als auch die Ausgaben pro Kauf resultieren inzwischen weniger aus den ursprünglichen,
internt-affinen Medienprodukten wie Bücher oder Tonträger. Sondern vor allem aus Käufen
meist teuerer Produkte, wie Elektrogeräte, Bekleidung und Haushaltswaren sowie Reisen. Bei diesen Produkten
verzeichnete die GfK jeweils überdurchschnittliche Zuwächse, so dass der Online-Anteil am
Gesamtmarktumsatz kontinuierlich an Bedeutung gewinnt.
So werden inzwischen knapp ein Drittel aller Reisen und Veranstaltungstickets im Netz gekauft. Bei
Non-Food-Artikeln liegt der Antwil des Online-Verkaufs am Gesamtumsatz bei 7 Prozent.
Bekanntheit der Online-Shops steigt
Trotz der mittlerweile unüberschaubaren Vielzahl von Web-Anbietern kristallisierten sich laut GfK WebScope
bestimmte Top-Webanbieter heraus: Die Online-Shops von Amazon, Ebay, Neckermann, Otto-Versand, Quelle und
Tchibo dominieren als Universalanbieter den Non-Food-Markt im Internet mit einem Anteil von knapp zwei Dritteln.
Im Reisesegment bauten Die Bahn, Ebay, Expedia, hrs und Opodo ihren Onlineanteil im Jahr 2006
mit 21 Prozent weiter aus.
Zahl der eShopper steigt
In den letzten vier Jahren ist die Zahl der Personen, die im Internet Waren und Dienstleistungen einkauft, um
41 Prozent gestiegen. Mehr als die Hälfte der Deutschen zwischen 14 und 69 Jahren kauft mittlerweile im
Internet. So liegt die Zahl der "eShopper" inzwischen bei 28,6 Millionen Personen.
Dabei sind die Steigerungsraten sehr unterschiedlich über die Bevölkerung verteilt, wie aus der
Online Shopping Survey (OSS) 2007 von Enigma GfK hervorgeht. Der stärkste Anstieg mit 50 und 79 Prozent
ist bei Frauen festzustellen und bei Personen über 50 Jahren:
Da bei diesen beiden Personengruppen die Ausgangsbasis noch deutlich geringer ist als bei anderen Bevölkerungsgruppen,
erwarten die Marktforscher ein anhaltend überdurchschnittliches Wachstum bei Frauen und älteren
eShoppern. Dagegen dürfte sich das Wachstum aufgrund der bereits erreichten hohen Online-Shopping-Rate
bei Männern und jüngeren Verbrauchern zwischen 14 und 39 Jahren eher verlangsamen.
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