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M-M
Redaktion
23. April 2007
. . . Fortsetzung
Erfolgreiche Markenpositionierung
in der Mitte




Kardinalfehler: Ausbrechen aus der Mitte
Als "Lieblingsfehler" der deutschen Marketing- und Kommunikationsarbeit entlarvte die Untersuchung die Anschauung renommierter Beratungsinstitute, welche ein Ausbrechen aus der Mitte mit einem "Trading up" oder "Trading down" propagieren.

So liegt im "Weg nach oben" ein häufig gemachter Fehler. Die Fokussierung auf die Strategie des Marktführers führt geradewegs in die Misserfolgs-Positionierung der Me-too Marke. Ein ebenso großer Fehler liegt im "Weg nach unten" über Preis-Promotions. Um hier als Herstellermarke erfolgreich sein zu können, ist eine hohe Bekanntheit gegenüber der Handelsmarke sowie eine ebenso hohe Distribution und POS-Präsenz erforderlich. Preisanpassungen nach oben, beispielsweise eine Mehrwertsteuererhöhung, bergen aufgrund der Preisschwellenproblematik ein hohes Risiko. So ist der Marktanteil des Preiseinstiegssegments der Herstellermarken kontinuierlich rückläufig und liegt inzwischen bei 2,9 Prozent.

Positionierungs-Optionen für Mitte-Marken

Darstellung der Ausnahme: Oettinger im Pilsmarkt

Erfolgsfaktoren von
Mitte-Marken

  • Sortimentsbegrenzung
  • USP-Fokussierung
  • Innovationen im bestehenden Segment
  • Konzentration auf regionale Absatzgebiete
  • Distribution über Discounter
  • Value for money
  • Fokussierung auf ein intelligent definiertes Zielgruppensegment
  • Kommunikation des Produktnutzens
  • Mut zu eigenständigen Mediastrategien
Überleben in der Mitte
Zwischen Premium und billig hat auch die Mitte ihren Platz, wenn sie ihre Chancen richtig nutzt - so die Kernthese der Studie von GfK und Serviceplan in Zusammenarbeit mit dem Markenverband.

Erfolgreiche Marken setzen heute auf Sortimentsbegrenzung. Allein in den Jahren 2003 bis 2006 stieg die durchschnittliche Anzahl der Artikel pro Warengruppe in der Mitte von 35 auf 41 an. Das verschärfte sowohl die Hersteller-interne Kostensituation als auch die Listungs-Probleme im Handel. Zudem führt die wachsende Anzahl ähnlicher und damit austauschbarer Marken und Line Extensions zu sinkender Orientierung des Verbrauchers. Diese wird noch verstärkt durch ständige Änderungen bei Platzierung und Packungsveränderungen. "Die Krise der Marken in der Mitte ist auch eine Krise durch Mittelmäßigkeit und damit hausgemacht", folgerte Dr. Haller.

Sortimentsbegrenzung erfolgreicher Mitte-Marken


Erfolgreiche Marken fokussieren daher ihre USP auf ein klar abgegrenztes Nutzen-
segment. Ziel ist es hierbei, Marktführer bzw. der erste in einem verbraucherrelevanten Nutzensegment zu werden. Erfolgreiche Marken führen mehr Innovationen im bestehenden Sortiment ein. Ein Relaunch oder auch eine Neueinführung erwiesen sich häufig eine sehr probate Strategie.

Fokussierung im Nutzensegment


Am Beispiel von Danone's "Dany+Sahne" zeigt sich der Aufstieg in das Premiumsegment durch Innovation:
Dany+Sahne: Aufstieg in das Premiumsegment durch Innovation




Zum Thema:
13.04.2007: Verbraucher sprechen auf Beilagenwerbung an
22.03.2007: markenhandbuch erschienen
05.03.2007: Profil des Programmzeitschriften-Marktes
28.02.2007: SevenOne weitet Semiometrie-Auswertungen aus
03.01.2007: Supermärkte im Turnaround (Studienarchiv 07 /2006)
04.12.2006: Ungenutztes Potenzial bei Corporate Communications (St.)
02.11.2006: Die erfolgreichsten Produktneuheiten des Jahres
02.10.2006: Regionalvermarktung braucht mehr Emotion (St. 10 /2006)
31.07.2006: AWA 2006 Werbeträgeranalyse (St.archiv 07 /2006)
31.05.2006: Typologie der Trendsetter (Studienarchiv 05 /2006)
20.06.2005: Splittscreens erhöhen die Werbewirkung (St.archiv 06 /2005)
28.07.2003: Unbegründetes Werbeloch im Sommer (Studienarchiv 07 /2003)
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Kontakt: SERVICEPLAN Agenturgruppe für innovative Kommunikation GmbH & Co. KG, Katrin Kühl
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