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M-M Redaktion
12. Juni 2007
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Anzeigenblätter auf Wachstumskurs
Deutschlands Anzeigenblätter haben das Geschäftsjahr 2006, wie bereits im Vorjahr, gut abgeschlossen,
wie aus der Jahresbilanz des Bundesverbands Deutscher Anzeigenblätter (BVDVA) hervorgeht. Zum zweiten
Mal in Folge erzielten die Anzeigenblätter höhere Nettowerbeumsätze als die Publikums- zeitschriften.
Besonders das Beilagengeschäft hat angezogen. Aber auch die Qualität steigt, wie die Preisverleihung
des "Durchblick" dokumentierte. Mit dieser Auszeichnung vergibt der BVDVA jährlich eine Anerkennung
bürgernaher Gesamtkonzepte lokaler Informationsvermittlung.
"Die überwiegend gute Bilanz kann jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass der
Wettbewerb deutlich an Schärfe zunimmt und wir um jeden Anzeigen- und Beilagenauftrag hart
kämpfen müssen" teilte BVDVA-Präsident Helmut Gebauer vor Journalisten
auf der BVDVA-Jahresbilanz-Pressekonferenz mit.
Werbeumsätze
Der Nettowerbeumsatz der Anzeigenblätter betrug letztes Jahr 1,943 Milliarden Euro und damit 45 Millionen
Euro mehr gegenüber 2005 (Plus 2,4 Prozent). Damit konnten sie zum zweiten Mal in Folge höhere
Nettowerbeumsätze erzielen als die Publikumszeitschriften. Die immense Bedeutung des Beilagengeschäftes
belegt der weitere leichte Anstieg von 35 Prozent auf
35,7 Prozent des Umsatzes (695 Millionen Euro).
Regionale Unterschiede
Unterschiedlich verlief die Entwicklung in West und Ost. In den westdeutschen Bundesländern wurden
im Vorjahresvergleich 24 Millionen Euro mehr umgesetzt (2005: 60 Millionen Euro). Das bedeutet eine
Steigerung von 1,5 Prozent (2005: 3,9 Prozent) auf jetzt 1,635 Milliarden Euro (2005: 1,611 Milliarden).
Im Osten wuchs der Umsatz von niedrigem Niveau mit einem Plus von 7,7 Prozent überproportional
stark auf 309 Millionen Euro (2005: 287,1). Dabei gibt es in West- wie Ostdeutschland zwischen den
Regionen ebenfalls erhebliche Unterschiede.
Dies hängt von zahlreichen Faktoren ab, wie der Anzahl der Unternehmen vor Ort, der Arbeitslosigkeit, der Kaufkraft der Bürger etc. Die gesamt betrachtet guteEntwicklung erzielten die Anzeigenblätter wieder primär durch ein intensiveres
Geschäft mit national oder überregional agierenden Handelskunden und Filialisten erzielt werden. Wie bereits
in den vergangenen Jahren seien die strukturellen Veränderungen beim ortsansässigen
Handel und Gewerbe deutlich spürbar, so dass auch künftig erhebliche Anstrengungen unternommen
werden müssten, so der BVDVA-Chef, um weiterhin erfolgreich agieren zu können.
Mehr Titel am Markt
Für das Jahr 2007 meldet der BVDVA insgesamt 471 Anzeigenblatt-Verlage in Deutschland, von denen
203 Mitglied in dem Verband sind. Insgesamt erscheinen hierzulande 1.374 Titel (2006: 1.350) und damit
1,8 Prozent mehr als im Vorjahr (davon BVDVA: 763 Titel). Die Gesamtauflage der Anzeigenzeitungen
beträgt derzeit 88,6 Millionen Exemplare. Gegenüber 2006 sind das bereits 2,5 Prozent mehr.
Mit 54,8 Millionen Exemplaren stellen die im BVDVA organisierten 763 Titel rund 60 Prozent der
Gesamtauflage.
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Kontakt:
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BVDVA Bundesverband Deutscher Anzeigenblätter
Konstantin Korosides
Link:
www.BVDVA.de
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