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Zoofachhandel verschenkt Umsatz 65 Prozent der Käufer von Tiernahrung und -zubehör bleiben ihrem angestammten Händler eigentlich treu. Neue Kunden betreten das Geschäft meist ohne genaue Informationen über Produkte. POS- und Werbeaktionen stoßen auf überdurch- schnittliche Beachtung. Doch mit unfreundlichem Personal und mangelnder Beratung schadet sich der Zoofachhandel oft selbst. Diese Kernergebnisse stammen aus einer aktuellen Befragung, welche die Kölner Agentur Die Gefährten in Kooperation mit dem Fachmagazin "media&marketing" durchgeführt hat. Diese ist inzwischen die 14. Befragung einer mehrteiligen Umfrage. Ziel der Reihe ist, den Status Quo am Point of Sale (POS) abzubilden und damit den betreffenden Branchenvertretern eine Grundlage für gezielte Marketingmaßnahmen zu bereiten. Kaufentscheidung selbst dezimiert Eine gute Verkehrsanbindung und weitere Einkaufsmöglichkeiten in unmittelbarer Nähe sind die Gründe, warum Kunden von Zoofachgeschäften ihrem angestammten Händler treu bleiben. 65 Prozent der Käufer von Tiernahrung und -zubehör entscheiden sich allein deshalb immer wieder für denselben Laden. Doch eine Beratung der Kunden findet meist gar nicht statt und wenn, dann fällt diese eher schlecht aus (Durchschnitt nach Schulnoten: 3,0). Am häufigsten bemängelten die befragten Konsumenten dabei die Unfreundlichkeit des Personals oder sogar deren nicht vorhandene Ansprechbarkeit. Kommentar "Der Zoofachhandel verschenkt hier zusätzliches Potenzial", erläuterte Alexander Kopp, Geschäftsführer von Die Gefährten. Denn die meisten Kunden (82 Prozent) betreten den Laden, ohne sich zuvor genau über die Produkte informiert zu haben. Qualität und Zusatzfunktionen der Artikel sind aber vielen Käufern wichtig: Zwar gab nur knapp jeder Zehnte an, seinem Tier "nur das Beste" kaufen zu wollen. Doch sind für etwa ein Viertel der Befragten die qualitativen Merkmale mit entscheidend für den Kauf. Zwölf Prozent gaben sogar an, das Produkt extra deswegen in ihren Einkaufswagen gelegt zu haben. Hier bleiben aber die Möglichkeit, durch Beratung zusätzliches Geschäft zu generieren, offensichtlich gänzlich unausgeschöpft, so der POS-Experte. "Es kann sich lohnen, das Personal durch Schulungen fit für die Bedürfnisse der Kunden zu machen." Dies gelte insbesondere im Bereich Futter, da es der am häufigsten erworbene Artikel ist. Knapp drei Viertel der Befragten kauften Nahrung für ihre Tiere im Zoofachgeschäft. Sensibel für Preis- und POS-Aktionen Auch in Zoofachgeschäften gilt: Gekauft wird meist, was günstig ist. Das gaben 26 Prozent der Befragten an. Das Wissen um die Angebote der betreffenden Filiale ist allerdings recht gering. Nur knapp jeder Fünfte ist zuvor durch Werbemaßnahmen auf das Geschäft aufmerksam geworden, fast jeder davon (96 Prozent) wegen eines Sonderangebots. Am häufigsten locken dabei Handzettel und Flyer die Käufer an. Anzeigen oder Beilagen in Tageszeitungen werden dagegen kaum beachtet. Auch die Wahrnehmung von Maßnahmen im Internet stellte sich mit einer Zustimmung von knapp drei Prozent als sehr gering heraus. Direkt am Point of Sale findet besonders das Design der Verpackungen Beachtung, wie aus Angaben von knapp 17 Prozent der Befragten hervorging. Aber auch Aktionsflächen, Poster und Aufsteller bzw. Displays werden im Geschäft wahrgenommen. Zum Thema: 07.05.2007: Bedeutung von Einkaufszentren steigt 13.02.2007: Drogeriemärkte punkten am POS 29.01.2007: Europamarkt für Tiernahrung (Studienarchiv 01 /2007) 03.01.2007: Supermärkte im Turnaround (Studienarchiv 01 /2007) 18.12.2006: Zielgruppe Konsumaktive (Studienarchiv 12 /2006) 19.07.2006: Eigenmarke oder Handelsmarke: Wer profitiert am POS? (St.archiv 07 /2006) 07.06.2006: Heimtiermarkt im Wachstum (St.archiv 06 /2006) 20.04.2006: Öffnungszeiten sind Hauptgrund für Tankstellenkäufe
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