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Verpackungswirtschaft setzt sich für Bio-Kunststoffe ein Biokunststoffe können dazu beitragen, den CO2-Ausstoß deutlich zu verringern. Sie sind kompostierbar oder klimaneutral verbrennbar. Auf dem deutschen Verpackungs- kongress stellten Experten eine CO2-Reduzierung von mindestens 20 Prozent durch den Einsatz von Biokunst- stoffen für die nächsten Jahre in Aussicht. Gleichzeitig kann die Abhängigkeit von fossilen Rohstoffen bei der Verpackungsherstellung in den nächsten Jahren um etwa 30 Prozent reduziert werden, berichteten das Deutsche Verpackungsinstitut e.V. und der Verband European Bioplastics e.V.. Das Deutsche Verpackungsinstitut e.V. (dvi) ist sich als zentrale Organisation der Verpackungsindustrie der Verantwortung im Bereich des Klimaschutzes bewusst und stellte das Thema "Einsatz von Biokunststoffen in der Verpackungswirtschaft" in den Mittelpunkt des diesjährigen Verpackungskongresses. Produktion Die weltweiten Produktionskapazitäten für Biokunststoffe werden bis 2010 um weit mehr als 200 Prozent von derzeit 350.000 Tonnen auf fast 900.000 Tonnen steigen, so die Prognosen des Verbands European Bioplastics e.V.. Das Deutsche Verpackungsinstitut fordert von Politik und Wirtschaft gemeinsam Voraussetzungen zu schaffen, um den flächendeckenden Einsatz von erneuerbaren Rohstoffen zu ermöglichen.
Politik in der Pflicht Bei den EU-Nachbarn Niederlande und Großbritannien steigt die Nachfrage nach Biokunststoffen beim Handel schon jetzt erheblich. So will beispielsweise die Lebensmittelkette Sainsbury's in Großbritannien zukünftig 500 Produkte mit Biokunststoffen verpacken. Trotz der positiven Entwicklung bestehen in Deutschland noch Hemmnisse, die den flächendeckenden Einsatz von Biokunststoffe erschweren. "Die Verpackungsindustrie ist gewohnt, ihren Beitrag zum Klimaschutz zu leisten und ist darin seit Jahren erfolgreich. Allerdings müssen die Marktteilnehmer die Vorraussetzungen schaffen, die eine Ausschöpfung vorhandener Markpotenziale von Biokunststoffen ermöglichen", erklärte der Vorsitzende des Deutschen Verpackungsinstituts (dvi) Thomas Reiner. "Daher müssen bestehende Barrieren abgebaut werden, die derzeit vor allem durch hohe Entwicklungskosten und die noch fehlenden Kostenvorteile der Massenproduktion sichtbar werden." Hier ist nach Meinung des dvi die Politik in der Pflicht, Anreize zu schaffen, die den Anteil an erneuerbaren Kunststoffen in der Verpackungsindustrie kontinuierlich erhöhen. Daher will das dvi als zentrale Organisation der Verpackungsindustrie für einen erweiterten Einsatz von Biokunststoffen in der Verpackungsindustrie eintreten. Zum Thema: 05.07.2007: Chemie 2007: Die Macht der Ressourcen 25.05.2007: Unternehmer-Preis für Innovation und Nachhaltigkeit ausgeschrieben 23.04.2007: Industrie-Report: Deutschland hat Zukunft (Studienarchiv 04 /2007) 26.01.2007: Zukunft Mitteleuropas bis 2016 22.12.2006: Innovationen bescheren Marge 18.10.2006: Leitfaden zum Stand von RFID verfügbar 21.09.2006: Umweltschadensgesetz nimmt Geschäftsführer in die Pflicht 16.02.2006: Medienanalyse zu erneuerbaren Energien gestartet
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