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Leitfaden Online-Marketing

Funktionierender Kundenservice ist die Voraussetzung einer erfolgreichen Geschäftsbeziehung und häufig ein entscheidender Wettbewerbsfaktor. Eine Aussage, die in mehr oder minder ähnlicher Formulierung wohl jede Unternehmensphilosophie widerspiegelt - und gilt ebenso für den Kunden und Interessenten im Internet.


von
Christian Bauer
Unternehmenskommunikation via e-Mail
Die Internetvariante des klassischen Direktmarketing, das eMail-Marketing, ist für funktionierenden Kundenservice als Instrumentarium besonders geeignet. Einige Unternehmen haben die Vorteile bereits erkannt: Sie bieten Newsletter-Dienste an, informieren ihre Kunden in der Vorkaufsphase oder betreuen sie nach dem Kauf und messen den Erfolg ihrer (e-)Mailings einfacher als je zuvor. Die eMail ist dabei nicht nur ein schnelles und kostengünstiges Medium, es ist unter den Internetnutzern auch der beliebteste Online-Dienst überhaupt.

Ein professioneller Kundendienst per eMail erfordert allerdings viel Fingerspitzengefühl. Der vermeintlich geringe Mitteleinsatz bei zugleich maximaler Distribution verführt schnell zu einem leichtfertigen Umgang mit dem machtvollen Marketinginstrument. eMail-Werbung wird sensibel wahrgenommen. Bei unsachgemässer Anwendung können hohe Kosten entstehen - nicht durch den Versand, sondern als Folge des Verlustes von Kunden.

Integration ist erforderlich
Im Folgenden werden Ihnen zur Orientierung 10 Regeln an die Hand gegeben, die Ihnen die Arbeit erleichtern können. Diese Regeln zu befolgen heisst auch, das Medium Internet als feste Grösse innerhalb des Marketingmix zu integrieren. Sie sollten dann Outsourcing-Modelle wählen, wenn Sie die notwendigen Strukturen nicht innerhalb Ihres Unternehmens vorfinden oder in kurzer Zeit schaffen können.

Die Kommunikation eines modernen Unternehmens via Internet hat sich von einer Nischen-Interaktion zur Managementaufgabe gewandelt. Das Online-Marketing arbeitet dann besonders erfolgreich, wenn seine Aufgaben und Ziele gemeinsam mit den übrigen Kommunikationsmitteln abgestimmt werden.

10 Regeln des kundenorientierten eMail-Marketings
1. Definieren Sie ein klares Ziel

eMail-Marketing ist ein Instrument, das vergleichbar dem klassischen Direktmarketing konkrete Erfolgsmessungen ermöglicht. Setzen Sie dazu mittel- und langfristige Ziele, die Mitteleinsatz und Erwartung festlegen. Beobachten Sie die Rahmenbedingungen und nehmen Sie die Anregungen Ihrer Kunden ernst.
2. Versenden Sie Ihr eMailing nach Plan

Das eMail-Marketing ist ein strategisches Werkzeug. Sie können es zur Neukundengewinnung einsetzen oder Kundenbindungsmassnahmen realisieren. Es ist ein erheblicher Unterschied, ob sich Ihre Zielgruppe im Business-to-Business Bereich findet oder Ihr Unternehmen den Endkunden bedient. Beziehen Sie Parameter wie Online-Erreichbarkeiten und typische Nutzungsverhalten Ihrer Kunden in die Planung mit ein. Erarbeiten Sie einen eMailing-Plan, so dass Ihre Kunden regelmässig mit Informationen bedient werden. Fragen Sie im Zweifel einfach nach, wie häufig man Post von Ihnen erwartet.
3. Respektieren Sie den Wert Ihrer Kundendaten

eMailing-Daten sind sehr sensibel. Empfänger reagieren weit empfindlicher auf Werbe-eMails als auf Postwurfsendungen. "Auf die Schnelle" sollten Sie niemals ein eMailing starten. Damit riskieren Sie den Verlust des Vertrauens, das Sie bei Ihrer Zielgruppe unbedingt benötigen, um langfristig Erfolg zu haben. Mit jedem Bruch dieser Regel werden Teile Ihrer Daten wertlos.
Keine Frage, Sie schützen Ihre Kundendaten vor unbefugten Zugriffen. So sollten Sie sich auch vor der eigenen Versuchung schützen, Tausende von eMails leichtfertig per Mausklick zu versenden.
4. Schenken Sie dem Sammeln von Adressen höchste Aufmerksamkeit

Der Versand von eMailings ist günstiger als jede andere Form von Massenaussendungen. Dabei hat die Menge der verschickten eMails nur eine sehr geringe Auswirkung auf Produktionsaufwand und Kosten. Sammeln Sie auf klassischem Wege Adressen und weisen der eMail-Adresse eines Kunden grundsätzlich den gleichen Stellenwert zu wie seiner Telefonnummer. Nutzen Sie vor allem Ihre Website zum Sammeln von Leads. Bedienen Sie Ihren elektronischen Verteiler regelm&aulm;ssig und arbeiten Sie mit Empfehlungen. Damit multiplizieren Sie ohne weiteres Zutun den Erfolg Ihrer Bemühungen.
5. Beachten Sie die Stil- und Formatelemente einer eMail

Jede eMail im Postkasten sieht auf den ersten Blick gleich aus. Verwenden Sie einige Zeit auf die Formulierung der Betreff-Zeile und wecken Sie hier das Interesse des Empfängers. Halten Sie die Textbausteine kurz und übersichtlich. Achten Sie unbedingt auf die Rechtschreibung. Berücksichtigen Sie bei der Wahl des Sprachstils die Gepflogenheiten Ihrer Zielgruppe. Jungen Konsumenten bieten Sie vielleicht das Du, Geschäftskunden den erforderlichen sprachlichen Respekt an. Verlassen Sie sich auf die einfachste Gestaltung und setzen Sie GROSSBUCHSTABEN sehr sparsam ein. Nutzen Sie HTML-formatierte eMails nur, wenn Sie sicher den eMail-Client des Empfängers kennen.
6. Formulieren Sie "auf den Punkt" den Nutzen Ihrer Information

Die fehlenden gestalterischen Möglichkeiten erfordern einen hohen inhaltlichen Einsatz. Die zentrale Information der eMail sollte im ersten Satz formuliert sein, weniger relevante Details finden sich am Ende des Textes. Nur wenn die Kernaussage sofort erfasst werden kann und gleichzeitig den Tatsächlichen Erwartungen des Empfängers entspricht, wandert Ihre eMail nicht in den Papierkorb. Beinhaltet die eMail mehrere Informationen, dann gliedern Sie die Texte optisch in Absätze. Kundenorientierung bedeutet auch, einfach auf Ihre eMail antworten zu können. Kommunizieren Sie den Absender auch durch einen gültigen eMail-Account und reagieren Sie angemessen auf individuelle Antwort-Mails.
7. Sprechen sie den Empfänger persönlich mit seinem Namen an

Die korrekte Ansprache eines Interessenten ist im klassischen Direktmarketing eine Selbstverständlichkeit. Für eine eMail gilt dasselbe. Die Aufmerksamkeit des Empfängers steigt dann, wenn eine Serien-eMail zum persönlichen Anschreiben wird. Verwenden Sie ausschliesslich intelligente Software-Lösungen. "Guten Tag Herr Tom Dipl.-Ing. Bronkhorst, von" entlarvt schnell den Massencharakter Ihrer Bemühungen und bewirkt das Gegenteil.
8. Qualifizieren Sie die Inhalte eines Mailings

Jeder Empfänger Ihrer eMailings hat ein individuelles Informationsbedürfnis. Eine Offerte Ihres Unternehmens mag für den einen hoch interessant, für den anderen völlig unbedeutend sein. Lösen Sie Ihre inhomogenen Zielgruppen auf, indem Sie Segmente mit gleichen Interessen bilden und Ihr Adressmaterial danach clustern. Erfragen Sie bei der Adress-Sammlung die Interessenschwerkpunkte und bedienen Sie Ihre definierten Gruppen mit zielgenauer Information. Die Kundenzufriedenheit steigt und damit der Erfolg Ihrer Marketingbemühungen.
9. eMail-Dialog heisst WWW-Dialog

Stellen Sie sich vor, Sie hätten mit jedem Ihrer Kunden persönlichen Kontakt. Unterhalten Sie sich mit Ihnen, als stünden Sie sich gegenüber und fordern Sie zu Reaktionen auf. Nutzen Sie den eingeschränkten Raum der eMail, um das Interesse am Thema zu wecken. Vertiefende Informationen geben Sie auf speziellen Seiten Ihrer Internet-Anwendung, die über Hyperlinks erreichbar sind.
Diese Form der allgemein als positiv bewerteten Benutzerführung erfüllt einen weiteren Zweck: Mit ein wenig technischem Wissen lassen sich so genaue Responsemessungen vornehmen. Beispielsweise lassen sich Produktbestellungen in Beziehung mit dem eMailing setzen. Diese Messwerte in Verbindung mit Verteiler-Austragungen (Opt-Out-Rate) dokumentieren den Erfolg Ihrer eMail-Marketingstrategie.
10. Schaffen Sie ein unternehmensweites Bewusstsein

Viele Bereiche eines Unternehmens sind von der Entscheidung betroffen, eMail-Marketing professionell einzusetzen. Seien Sie sich der Konsequenzen bewusst: wenn Sie Ihre Kunden zum Dialog auffordern, wird ein Teil zwangsläufig mit Ihnen sprechen wollen. Sorgen Sie für ausreichende Kapazitäten zur Responseaufnahme, denn innerhalb der ersten beiden Tage nach Aussendung eines eMailings erreichen Sie über 80 Prozent aller Reaktionen. Schulen Sie Ihren Kunden-Support und sensibilisieren Sie Ihre Mitarbeiter für diese Form der Unternehmenskommunikation. Die Art und Weise, wie Sie mit einer eMail umgehen, wirkt sich auf das gesamte Unternehmensbild aus. Arbeiten Sie rechtzeitig mit der EDV-Abteilung an der Automatisierung und effektiven internen Verteilung elektronischer Anfragen.

Kontakt: netpage gmbh
Christian Bauer

e-Mail: cbauer@netpage.de

www.netpage.de
 
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