Unternehmenskommunikation via e-Mail
Die Internetvariante des klassischen Direktmarketing, das eMail-Marketing, ist für
funktionierenden Kundenservice als Instrumentarium besonders geeignet.
Einige Unternehmen haben die Vorteile bereits erkannt: Sie bieten Newsletter-Dienste an,
informieren ihre Kunden in der Vorkaufsphase oder betreuen sie nach dem Kauf und
messen den Erfolg ihrer (e-)Mailings einfacher als je zuvor. Die eMail ist dabei nicht
nur ein schnelles und kostengünstiges Medium, es ist unter den
Internetnutzern auch der beliebteste Online-Dienst überhaupt.
Ein professioneller Kundendienst per eMail erfordert allerdings viel Fingerspitzengefühl.
Der vermeintlich geringe Mitteleinsatz bei zugleich maximaler Distribution verführt
schnell zu einem leichtfertigen Umgang mit dem machtvollen Marketinginstrument.
eMail-Werbung wird sensibel wahrgenommen. Bei unsachgemässer Anwendung können
hohe Kosten entstehen - nicht durch den Versand, sondern als Folge des
Verlustes von Kunden.
Integration ist erforderlich
Im Folgenden werden Ihnen zur Orientierung 10 Regeln an die Hand gegeben, die Ihnen die
Arbeit erleichtern können. Diese Regeln zu befolgen heisst auch, das Medium Internet
als feste Grösse innerhalb des Marketingmix zu integrieren. Sie sollten dann
Outsourcing-Modelle wählen, wenn Sie die notwendigen Strukturen nicht
innerhalb Ihres Unternehmens vorfinden oder in kurzer Zeit schaffen können.
Die Kommunikation eines modernen Unternehmens via Internet hat sich von einer
Nischen-Interaktion zur Managementaufgabe gewandelt. Das Online-Marketing arbeitet dann
besonders erfolgreich, wenn seine Aufgaben und Ziele gemeinsam mit
den übrigen Kommunikationsmitteln abgestimmt werden.
10 Regeln des kundenorientierten eMail-Marketings
1. Definieren Sie ein klares Ziel
eMail-Marketing ist ein Instrument, das vergleichbar dem klassischen Direktmarketing
konkrete Erfolgsmessungen ermöglicht. Setzen Sie dazu mittel- und langfristige
Ziele, die Mitteleinsatz und Erwartung festlegen. Beobachten Sie die Rahmenbedingungen
und nehmen Sie die Anregungen Ihrer Kunden ernst.
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2. Versenden Sie Ihr eMailing nach Plan
Das eMail-Marketing ist ein strategisches Werkzeug. Sie können es zur
Neukundengewinnung einsetzen oder Kundenbindungsmassnahmen realisieren. Es ist ein
erheblicher Unterschied, ob sich Ihre Zielgruppe im Business-to-Business Bereich
findet oder Ihr Unternehmen den Endkunden bedient. Beziehen Sie Parameter wie
Online-Erreichbarkeiten und typische Nutzungsverhalten Ihrer Kunden in die Planung
mit ein. Erarbeiten Sie einen eMailing-Plan, so dass Ihre Kunden regelmässig mit
Informationen bedient werden. Fragen Sie im Zweifel einfach nach, wie häufig
man Post von Ihnen erwartet.
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3. Respektieren Sie den Wert Ihrer Kundendaten
eMailing-Daten sind sehr sensibel. Empfänger reagieren weit empfindlicher auf
Werbe-eMails als auf Postwurfsendungen. "Auf die Schnelle" sollten Sie niemals ein
eMailing starten. Damit riskieren Sie den Verlust des Vertrauens, das Sie bei
Ihrer Zielgruppe unbedingt benötigen, um langfristig Erfolg zu haben. Mit jedem
Bruch dieser Regel werden Teile Ihrer Daten wertlos.
Keine Frage, Sie schützen Ihre Kundendaten vor unbefugten Zugriffen. So sollten
Sie sich auch vor der eigenen Versuchung schützen, Tausende von eMails
leichtfertig per Mausklick zu versenden.
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4. Schenken Sie dem Sammeln von Adressen höchste Aufmerksamkeit
Der Versand von eMailings ist günstiger als jede andere Form von Massenaussendungen.
Dabei hat die Menge der verschickten eMails nur eine sehr geringe Auswirkung
auf Produktionsaufwand und Kosten. Sammeln Sie auf klassischem Wege Adressen und weisen
der eMail-Adresse eines Kunden grundsätzlich den gleichen Stellenwert zu
wie seiner Telefonnummer. Nutzen Sie vor allem Ihre Website zum Sammeln von Leads.
Bedienen Sie Ihren elektronischen Verteiler regelm&aulm;ssig und arbeiten Sie mit
Empfehlungen. Damit multiplizieren Sie ohne weiteres Zutun den Erfolg Ihrer
Bemühungen.
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5. Beachten Sie die Stil- und Formatelemente einer eMail
Jede eMail im Postkasten sieht auf den ersten Blick gleich aus. Verwenden Sie einige
Zeit auf die Formulierung der Betreff-Zeile und wecken Sie hier das Interesse des
Empfängers. Halten Sie die Textbausteine kurz und übersichtlich. Achten Sie
unbedingt auf die Rechtschreibung. Berücksichtigen Sie bei der Wahl des Sprachstils
die Gepflogenheiten Ihrer Zielgruppe. Jungen Konsumenten bieten Sie vielleicht das Du,
Geschäftskunden den erforderlichen sprachlichen Respekt an.
Verlassen Sie sich auf die einfachste Gestaltung und setzen Sie GROSSBUCHSTABEN sehr
sparsam ein. Nutzen Sie HTML-formatierte eMails nur, wenn Sie sicher den
eMail-Client des Empfängers kennen.
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6. Formulieren Sie "auf den Punkt" den Nutzen Ihrer Information
Die fehlenden gestalterischen Möglichkeiten erfordern einen hohen inhaltlichen
Einsatz. Die zentrale Information der eMail sollte im ersten Satz formuliert sein,
weniger relevante Details finden sich am Ende des Textes. Nur wenn die Kernaussage
sofort erfasst werden kann und gleichzeitig den Tatsächlichen Erwartungen des
Empfängers entspricht, wandert Ihre eMail nicht in den Papierkorb.
Beinhaltet die eMail mehrere Informationen, dann gliedern Sie die Texte optisch in
Absätze. Kundenorientierung bedeutet auch, einfach auf Ihre eMail antworten zu
können. Kommunizieren Sie den Absender auch durch einen gültigen eMail-Account
und reagieren Sie angemessen auf individuelle Antwort-Mails.
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7. Sprechen sie den Empfänger persönlich mit seinem Namen an
Die korrekte Ansprache eines Interessenten ist im klassischen Direktmarketing eine
Selbstverständlichkeit. Für eine eMail gilt dasselbe. Die Aufmerksamkeit des
Empfängers steigt dann, wenn eine Serien-eMail zum persönlichen Anschreiben
wird. Verwenden Sie ausschliesslich intelligente Software-Lösungen.
"Guten Tag Herr Tom Dipl.-Ing. Bronkhorst, von" entlarvt schnell den Massencharakter Ihrer Bemühungen
und bewirkt das Gegenteil.
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8. Qualifizieren Sie die Inhalte eines Mailings
Jeder Empfänger Ihrer eMailings hat ein individuelles Informationsbedürfnis.
Eine Offerte Ihres Unternehmens mag für den einen hoch interessant, für den
anderen völlig unbedeutend sein. Lösen Sie Ihre inhomogenen Zielgruppen auf,
indem Sie Segmente mit gleichen Interessen bilden und Ihr Adressmaterial danach clustern.
Erfragen Sie bei der Adress-Sammlung die Interessenschwerkpunkte und bedienen Sie Ihre
definierten Gruppen mit zielgenauer Information. Die Kundenzufriedenheit steigt und
damit der Erfolg Ihrer Marketingbemühungen.
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9. eMail-Dialog heisst WWW-Dialog
Stellen Sie sich vor, Sie hätten mit jedem Ihrer Kunden persönlichen Kontakt.
Unterhalten Sie sich mit Ihnen, als stünden Sie sich gegenüber und fordern
Sie zu Reaktionen auf. Nutzen Sie den eingeschränkten Raum der eMail, um das
Interesse am Thema zu wecken. Vertiefende Informationen geben Sie auf speziellen Seiten
Ihrer Internet-Anwendung, die über Hyperlinks erreichbar sind.
Diese Form der allgemein als positiv bewerteten Benutzerführung erfüllt einen
weiteren Zweck: Mit ein wenig technischem Wissen lassen sich so genaue Responsemessungen
vornehmen. Beispielsweise lassen sich Produktbestellungen in Beziehung mit dem eMailing
setzen. Diese Messwerte in Verbindung mit Verteiler-Austragungen (Opt-Out-Rate)
dokumentieren den Erfolg Ihrer eMail-Marketingstrategie.
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10. Schaffen Sie ein unternehmensweites Bewusstsein
Viele Bereiche eines Unternehmens sind von der Entscheidung betroffen, eMail-Marketing
professionell einzusetzen. Seien Sie sich der Konsequenzen bewusst: wenn Sie Ihre
Kunden zum Dialog auffordern, wird ein Teil zwangsläufig mit Ihnen sprechen wollen.
Sorgen Sie für ausreichende Kapazitäten zur Responseaufnahme, denn innerhalb
der ersten beiden Tage nach Aussendung eines eMailings erreichen Sie über 80
Prozent aller Reaktionen. Schulen Sie Ihren Kunden-Support und sensibilisieren Sie Ihre
Mitarbeiter für diese Form der Unternehmenskommunikation. Die Art und Weise, wie
Sie mit einer eMail umgehen, wirkt sich auf das gesamte Unternehmensbild aus. Arbeiten
Sie rechtzeitig mit der EDV-Abteilung an der Automatisierung und effektiven
internen Verteilung elektronischer Anfragen.
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