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Eventmarketing

Für die Erlebnisprofilierung von Produkten (Marken) werden zunehmend auch spezifische Aktionsformen der Kommunikationspolitik, speziell der Verkaufsförderung eingesetzt, das sogenannte Eventmarketing.

Events sind von Unternehmen inszenierte Ereignisse (Veranstaltungen), um definierte Zielgruppen im Sinne eigener Marketing- bzw. Kommunikationsziele zu aktivieren. Zwei Grundarten von Events können dabei unterschieden werden:
  • Geschlossene (interne) Events, z.B. Aussendienstkonferenzen, Startveranstaltungen für Produktneueinführungen ("Kick Offs"), beispielsweise auch im Handel

  • Offene (öffentliche) Events, z.B. Publikumsaktionen, Ausstellungen, (gesponsorte) kulturelle Veranstaltungen, Road Shows oder Volksfeste

Elemente im Kommunikations-Mix
Solche Events ersetzen weder klassische Werbung, Verkaufsförderung noch Public Relations, sondern sie sind als zusätzliche (komplementäre) Elemente im Kommunikationsmix anzusehen. Diese inszenierten Ereignisse und ihr Einsatz für Marketingzwecke sind grundsätzlich nicht neu; neu ist eher ein intensivierter Einsatz, nicht zuletzt auch zur Unterstützung eines erlebnisorientierten Marketing.

Zielsetzung
Veranstaltungen mit Eventcharakter sollen produkt- bzw. markenbezogene emotionale Reize auslösen und auf diese Weise Sympathien, Einstellungen und Verhaltensweisen von Zielgruppen aktiv beeinflussen (z.B. Imagestabilisierung oder -verbesserung, Absatzstabilisierung oder -steigerung).

Merkmale
Ein wichtiges Merkmal von Events ist die Kommunikation mit "Dialogcharakter", d.h. sie sollen unmittelbare Kontakte zu teilnehmenden Zielgruppen ermöglichen, Zitat von Coca Cola: "Eventmarketing bedeutet für uns, die faszinierende Welt von Coca Cola vor Ort hautnah erlebbar zu machen" (Lebensmittel Praxis 5/1994).

Kriterien
Events (Eventmarketing) sollen nach Zanger/Sistenich in Abgrenzung zu anderen kommunikationspolitischen Instrumenten - vor allem folgende Kriterien erfüllen:


M-M
Redaktion

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  • Events sind von Unternehmen initiierte Veranstaltungen ohne Verkaufscharakter

  • Events unterscheiden sich bewusst von der Alltagswirklichkeit der Zielgruppe

  • Events setzen Werbebotschaften in tatsächlich erlebbare Ereignisse um, d.h. inszenierte Markenwelten werden erlebbar

  • Events werden zielgruppenfokussiert ausgerichtet und stehen für eine hohe Kontaktintensität

  • Events sind interaktionsorientiert, Kunden werden aktiv über die Verhaltensebene mit einbezogen

  • Events sind Bestandteil des Konzepts integrierter Unternehmenskommunikation (inhaltlich gebunden, organisatorisch selbständig)


Wichtig ist, dass Eventmarketing, wie im letzten Punkt angesprochen, mit den übrigen kommunikationspolitischen Instrumenten vernetzt ist und - das ist vor allem für die Stützung erlebnisorientierter Marketing-Konzepte entscheidend - an durchgängigen , positionsgerechten Erlebniswerten bzw. -welten anknüpft.

Auch das Eventmarketing erweist sich, ähnlich wie die Verkaufsförderung, als "Mischinstrument", jedenfalls sind Überlappunkgen bzw. Verknüpfungen mit Sponsoring, Direktmarketing, Public Relations und schliesslich auch mit der Verkaufsförderung unverkennbar.


Lesen Sie in diesem Zusammenhang weiter in unserem Grundlagenrepertoire zum Thema Erlebnismarketing (Anmerkung d. Red.).


Quellen: Buch: "Marketing-Konzeption",
Autor: Prof. Dr. Jochen Becker,
Verlag Franz Vahlen, München;

weitere Quellen:
F.J. Mues: "Information by event", in "Absatzwirtschaft" 12/1990;
W. Kinnebrock: "Integriertes Event-Marketing: Vom Marketing-Erleben zhum Erlebnismarketing", 1993;
C. Zanger/F. Sistenich: "Eventmarketing", in "Marketing ZFP", 4/1996
 
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