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M-M
Redaktion
19. Februar 2007
 
Spirituosenkauf wird am POS entschieden

Illustration


Cocktails und Longdrinks liegen im Trend. So machen Spirituosen Herstellern und Handel wieder Freude. Denn das war in den letzten Jahren nicht immer so und ist umso bedeutender, da die Hochprozenter zu den wichtigsten, weil umsatz-
trächtigsten Getränkesegmenten im Lebens-
mitteleinzelhandel gehören. Dabei ist das Potenzial ist noch lange nicht ausgeschöpft, wie aus einer Shopperstudie von Information Resources (IRI) hervorgeht.



Obwohl die meisten Konsumenten ein Geschäft mit relativ festen Einkaufsabsichten betreten, fällt die Entscheidung für Kauf oder Nichtkauf, für die konkrete Marke letztlich erst vor dem Regal. Die Befragung am Point of Sale (POS) lieferte Erkenntnisse über Kaufmotivation, Produktauswahl, Markenpräferenzen und Preisgrenzen der Käufer.

Studienbasis
Shopperstudien betreibt das Marktforschungsunternehmen IRI als Ergänzung zur regelmäßigen Beobachtung von Abverkäufen und Umsätzen im Handel. Neben generellen Betrachtungen zum Einkaufs- und Verzehrverhalten wurde jede einzelne der acht großen Spirituosen-Kategorien detailliert unter die Lupe genommen und Kernergebnisse daraus veröffentlicht.

Für die Studie wurden mehr als 400 Käufer/-innen ausgewählter Spirituosengattungen direkt am Point of Sale befragt. Die Interviews fanden in den Verbrauchermärkten von Real, Wal*Mart, Globus und Marktkauf statt, da die großen Einkaufszentren aufgrund ihrer breiten Angebotspalette nach wie vor zu den wichtigsten Verkaufsstellen für Spirituosen gehören.

Wandel im Konsumverhalten
In den letzten Jahren haben sich die einzelnen Spirituosen-Teilmärkte recht unterschiedlich entwickelt, und diese Tendenzen gewinnen weiter an Dynamik. So ermittelte die IRI-Studie, dass beispielsweise die Klaren Spirituosen ihre Position in den letzten Jahren ausbauen konnten, während die "braunen" Spirituosen mengen- wie wertmäßig Einbußen erlitten.

Basis dieses und anderer Trends sind die veränderten Konsumgewohnheiten und Vorlieben der Verbraucher. So bestätigten 16 Prozent der von IRI im Geschäft befragten Käufer, dass sich ihr Spirituosenkonsum in letzter Zeit verändert habe. Bei oberflächlicher Betrachtung ist das nicht spektakulär, ähnliches geschieht in anderen Märkten auch. Jedoch bei der Art der Veränderung, zeigten sich tiefer liegende Ursachen für das Auf und Ab der einzelnen Gattungen.

Veränderung des Konsumverhaltens bei Spirituosen

Rund die Hälfte aller Befragten konsumiert bereits heute die Spirituose nicht mehr pur, sondern gemixt als Longdrink oder Cocktail. Knapp drei Viertel aller Shopper mit einem derart verändertem Konsumverhalten haben ihre Trinkgewohnheiten von pur auf Longdrink/Cocktail umgestellt. Nur vier Prozent tendieren in die andere Richtung. Und 15 Prozent wechselten neutral, sprich: von Longdrink zu Cocktail oder umgekehrt. Dadurch ergibt sich ein eindeutiger und starker Trend, der den Marktforschern zufolge den Spirituosenmarkt in den kommenden Jahren gründlich verändern wird. Dazu kommt, dass vor allem die jüngeren Zielgruppen auf Mischungen stehen. Weißer Rum und Wodka als typische Mix-Spirituosen profitieren von diesem Trend.

Einkauf mit Plan und Umsicht
Vor dem Genuss einer Spirituose steht deren Einkauf. Das Kaufverhalten war daher der zweite Schwerpunkt der IRI-Shopperstudie. Ungeachtet spezieller Vorlieben für die eine oder andere Gattung, für die eine oder andere Marke, stellte sie eine Konstante fest, die sich seit Jahren wenig verändert hat: Rund 75 Prozent aller befragten Spirituosenkäufer betreten das Geschäft mit der festen Absicht, eine Spirituose zu kaufen, und zumeist steht auch schon fest, welche es sein soll und was sie kosten darf. Die Kaufentscheidung wird also zumeist schon zu Hause vorbereitet.



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-> Einkauf mit Plan
    und Umsicht
-> Entscheidung
    am Regal

Kontakt: Information Resources (IRI) GmbH
eMail: Wolfgang Kappler
Link:
www.infores.com
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